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Zwischen Shanghai und Nanjing, nahe dem Stadtzentrum von Jintan, realisierte EMAG gemeinsam mit Neugebauer + Rösch Architekten ein neues High-Tech Production Center. Das großzügige, ebene Grundstück bietet ideale Voraussetzungen für eine effiziente Produktion und lässt zugleich Raum für zukünftige Erweiterungen. Von Beginn an wurde das Projekt als langfristig entwicklungsfähiger Standort gedacht.
Der neue Standort präsentiert sich entlang der Straße selbstbewusst und einladend. Ein markanter Turm mit EMAG-Logo und ein weit auskragendes Dach prägen den ersten Eindruck. Das große Vordach schützt vor Sonne und Regen und greift zugleich ein zentrales Motiv traditioneller chinesischer Architektur auf.
Der Haupteingang liegt an einem großzügig gestalteten Vorplatz mit Feng-Shui-Garten. Wasserflächen, Grünräume und gezielte Blickbeziehungen schaffen eine ruhige, repräsentative Ankunftssituation. Die nach Süden ausgerichteten Eingänge folgen dabei bewusst lokalen kulturellen Prinzipien.
Das Foyer bildet das kommunikative Herz des Gebäudes. Es fungiert zugleich als Empfang, Showroom und Treffpunkt für Mitarbeitende und Besucher. Von hier öffnet sich der Blick – wie bereits am deutschen Stammsitz – tief in die Produktions- und Montagehallen.
Ausgestellte Maschinen stehen auf Holzparkett und verleihen dem Raum eine warme, fast wohnliche Atmosphäre. Diese bewusste Reminiszenz an die Heimat des Unternehmens unterstreicht den Anspruch, Technik, Identität und Wertschätzung architektonisch zu verbinden.
Die Produktions- und Montagehalle ist als hochflexible Stahlkonstruktion mit einem 30/15-Meter-Raster konzipiert. Dieses System ermöglicht unterschiedliche Produktions- und Montagelinien und lässt sich problemlos an künftige Anforderungen anpassen.
Ein großes, durchlaufendes Dach verbindet die Hallenbereiche mit den angrenzenden Gebäudeteilen und schafft ein zusammenhängendes Ensemble. Funktionalität, Übersichtlichkeit und effiziente Abläufe stehen dabei klar im Vordergrund.
Die Büro- und Besprechungsräume sind im ersten Obergeschoss direkt mit den Produktionshallen verknüpft. Offene Bürobereiche für Teamleiter und Vorarbeiter durchdringen die Hallenstruktur und ermöglichen kurze Wege sowie unmittelbare Einblicke in die verantworteten Montagebereiche.
Entlang der zentralen Büroachse öffnen sich begrünte Innenhöfe, die Tageslicht, Ruhe und Aufenthaltsqualität bieten. So entsteht eine enge Verbindung von Verwaltung und Produktion – eine zeitgemäße Interpretation der Idealfabrik, die Kommunikation, Transparenz und Identifikation fördert.